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<title>Class-D-Verstärker</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Class-D-Verstärker</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Ein <b>Klasse-D-Verstärker</b>, auch <b>Class-D-Verstärker</b>, <b>schaltender Verstärker</b>, <b>Digitalendstufe</b> oder <b>Digitalverstärker</b> genannt, ist ein <a href="Audioverst%C3%A4rker" title="Audioverstärker">Audioverstärker</a>, der vor allem als <a href="Leistungsverst%C3%A4rker" class="mw-redirect" title="Leistungsverstärker">Leistungsverstärker</a> (<a href="Endstufe" title="Endstufe">Endstufe</a>) verwendet wird. Kennzeichnend ist, dass ein <a href="Analogsignal" title="Analogsignal">analoges</a> oder auch <a href="Digitalsignal" title="Digitalsignal">digitales</a> Audiosignal beispielsweise durch <a href="Pulsdauermodulation" title="Pulsdauermodulation">Pulsdauermodulation</a> (PDM) in eine Folge von Pulsen umgesetzt wird. Dadurch kann die Endstufe im Schaltbetrieb arbeiten, wodurch deren <a href="Transistor" title="Transistor">Transistoren</a> entweder maximal leitend oder maximal sperrend sind und somit nur zwei Zustände kennen. Diese beiden Arbeitsbereiche weisen, im Gegensatz zu den in konventionellen Class-A, -B oder -AB-<a href="Verst%C3%A4rker_(Elektrotechnik)#Klassifizierung_von_Audioverstärkern" title="Verstärker (Elektrotechnik)">Verstärkern</a> benutzten Zwischenzuständen des linearen Betriebs, nur wenig <a href="Verlustleistung" title="Verlustleistung">Verlustleistung</a> auf. Mit dem so erzeugten Signal wird das Audiosignal vollständig beschrieben. Durch ein <a href="Rekonstruktionsfilter" title="Rekonstruktionsfilter">Rekonstruktionsfilter</a> (<a href="Tiefpass" title="Tiefpass">Tiefpass</a>) hinter der Leistungsstufe werden Schaltstörungen unterdrückt und ein dem Eingangssignal entsprechender kontinuierlicher Spannungsverlauf erzeugt. Eine andere Methode ist die <a href="Deltamodulation" title="Deltamodulation">Pulsfrequenzmodulation</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Bezeichnung als Klasse <i>D</i> ergibt sich aus der Fortführung der mit Buchstaben gekennzeichneten <a href="Endstufe#Betriebsarten" title="Endstufe">Verstärkerbetriebsarten</a>. Begriffe wie <i>Digitalendstufe</i>, <i>Digitalverstärker</i> oder „volldigital“ erwecken oft den falschen Eindruck, dass die Verstärkung mittels Digitaltechnik erfolge oder ausschließlich ein digitales Eingangssignal verstärkt würde. Tatsächlich ist das generierte Signal aber ein kontinuierliches Signal. Die ungefilterten Signale entsprechen ebenfalls nicht etwaigen digitalen Eingangssignalen, sondern weisen eine unendliche Auflösung auf der Zeitachse auf.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Class-D-Verstärkertypen"><span id="Class-D-Verst.C3.A4rkertypen"></span>Class-D-Verstärkertypen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Class-D-Verstärker_mit_Pulsdauermodulation,_MOSFETs_und_analogem_Eingang"><span id="Class-D-Verst.C3.A4rker_mit_Pulsdauermodulation.2C_MOSFETs_und_analogem_Eingang"></span>Class-D-Verstärker mit Pulsdauermodulation, MOSFETs und analogem Eingang</h3></div>
<p>Im Folgenden wird ein Verstärker mit <a href="Pulsdauermodulation" title="Pulsdauermodulation">Pulsdauermodulation</a> (PDM) und analoger Ansteuerung beschrieben. Es gibt verschiedene andere analoge und digitale Verfahren bzw. Verfeinerungen, denen jedoch gemeinsam ist, dass ein Signal mit nur zwei Spannungszuständen entsteht, das im zeitlichen Mittel dem Eingangssignal entspricht. Beispiele sind die Pulsdichtemodulation (<a href="Pulsfrequenzmodulation" class="mw-redirect" title="Pulsfrequenzmodulation">Pulsfrequenzmodulation</a>), <a href="Delta-Sigma-Modulation" title="Delta-Sigma-Modulation">Delta-Sigma-Modulation</a> oder <a href="Sliding-Mode-Regelung" class="mw-redirect" title="Sliding-Mode-Regelung">Sliding-Mode-Regelung</a>. Im Gegensatz zur Class-AB-<a href="Gegentaktendstufe" title="Gegentaktendstufe">Gegentaktendstufe</a>, die ein Signal analog zum Originalsignal soweit verstärken kann, bis es die maximal vom Netzteil zur Verfügung stehende Spannung erreicht, arbeitet die PDM-Endstufe nach einem anderen Prinzip: Ein symmetrisch arbeitender <a href="Dreieck-Generator" class="mw-redirect" title="Dreieck-Generator">Dreiecksgenerator</a> schwingt mit einer typischen Frequenz von ca. 250 <a href="Hertz_(Einheit)" title="Hertz (Einheit)">kHz</a> (entsprechend einer Frequenzauflösung von 96 kHz <a href="Abtastrate" title="Abtastrate">Samplerate</a>) bis zu einigen MHz, dessen Pegel von einem <a href="Komparator_(Analogtechnik)" title="Komparator (Analogtechnik)">Komparator</a> mit dem Pegel des zu verstärkenden Eingangssignals verglichen wird. Um ein mit 44,1 kHz gesampeltes 20-kHz-Audiosignal korrekt abzubilden, muss die Schaltfrequenz (oder Arbeitsfrequenz) des Class-D-Verstärkers mindestens 100 kHz betragen, da so wenigstens fünf Schaltzyklen die 20-kHz-Welle beschreiben können. Durch den Aufbau als Komparator verändert die Schaltung das analoge <a href="Tonsignal" class="mw-redirect" title="Tonsignal">Tonsignal</a> in eine <a href="Rechteckschwingung" title="Rechteckschwingung">Rechteckschwingung</a>, wie in dem Blockdiagramm zu erkennen ist. Ist das Dreiecksignal größer als das Tonsignal, springt der Ausgang auf „high“, ist es kleiner, springt er auf „low“. Die maximale Impulsbreite ist dabei kleiner als die Zykluszeit der Arbeitsfrequenz und kann somit nie länger als ein Taktzyklus ein- oder ausgeschaltet (high oder low) sein. Das Tonsignal liegt nun im <a href="Tastgrad" title="Tastgrad">Tastgrad</a> des PDM-Signals vor. Der Mittelwert ist dadurch etwa proportional zum Mittelwert des Tonsignals. Dieses PDM-Signal wird der Endstufe zugeführt, in welcher die eigentliche Verstärkung stattfindet, bestehend aus zwei <a href="Leistungstransistor" title="Leistungstransistor">Leistungstransistoren</a> im Schaltbetrieb für je eine positive und eine negative Halbwelle.
</p><p>Ein PDM-Class-D-Verstärker wird entweder als Halbbrücke mit zwei Transistoren aufgebaut oder mit vier Transistoren als Vollbrücke (H-Brücke). Ein Vollbrückenverstärker hat auf Grund der höheren Leit- und Schaltverluste einen bis zu 10 % niedrigeren Gesamtwirkungsgrad.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Transistoren einer Halbbrücke schalten dabei grundsätzlich mit jedem Taktzyklus um (ein Transistor für den Schaltzustand high, der andere für low). Um Signal null (Stille) zu beschreiben, schalten die Transistoren zeitsymmetrisch ein und aus, das Verhältnis von Low- und High-Zuständen des Impulsbreitensignals beträgt dann 50 %. Um hingegen ein Audiosignal nahe der Aussteuerungsgrenze zu beschreiben, werden zur Darstellung des sich über mehrere Taktzyklen der Arbeitsfrequenz erstreckenden Scheitels einer positiven Halbwelle immer ein Transistor die maximale Zeit und der andere Transistor die minimal mögliche Zeit eingeschaltet. Um einen Kurzschluss durch gleichzeitiges Schalten beider Transistoren auszuschließen, wird zwischen den Schaltzyklen eine Zeitverzögerung (Totzeit oder <i>deadtime</i>) eingefügt. Durch diese Totzeit kommt es zu begrenzter Auflösung und eventuell zu einem erhöhten <a href="Klirrfaktor" title="Klirrfaktor">Klirrfaktor</a> (THD) des Verstärkers. Aus diesem Grund wird die Totzeit so klein wie möglich gehalten, sie ist im Bereich einiger Nanosekunden.
</p><p>Das impulsbreitengesteuerte Rechtecksignal, welches wegen seiner Schaltflanken sehr hohe Frequenzen enthält, wird mittels eines <a href="Tiefpassfilter" class="mw-redirect" title="Tiefpassfilter">Tiefpassfilters</a> von den höheren Frequenzanteilen außerhalb des Audiospektrums befreit und an die Lautsprecher gegeben. Durch den hochfrequenten Schaltbetrieb ergeben sich dennoch Störsignale im Bereich der PDM-Frequenz bzw. deren <a href="Harmonische" title="Harmonische">Oberschwingungen</a>, welche bevorzugt durch die Lautsprecherleitungen abgestrahlt werden und erhöhte Entstörmaßnahmen zur Vermeidung von Funkstörungen und Einhaltung der <a href="Elektromagnetische_Vertr%C3%A4glichkeit" title="Elektromagnetische Verträglichkeit">EMV-Vorschriften</a> erforderlich machen.
Für kleine Leistungen kommen auch filterlose Klasse-D-Verstärker zur Anwendung, bei denen die teuren Spulen eingespart werden, wobei die Störungen mittels Frequenzspreizung über einen größeren Frequenzbereich gestreut werden, um die Grenzwerte einzuhalten.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie sind als sogenannte <i>Spread-Spectrum</i>-Class-D-Verstärker erhältlich.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Auflösung"><span id="Aufl.C3.B6sung"></span>Auflösung</h4></div>
<p>Das Dynamikauflösungsvermögen steht im Zusammenhang mit der Arbeitsfrequenz und der Totzeit. Das Auflösungsvermögen zwischen zwei nacheinander folgenden Schnittpunkten von Eingangssignal und Dreiecksspannung ist zwar unendlich fein, weil sich mit jeder geänderten Amplitude des Audiosignals auch der Abstand bzw. die Breite des Pulsdauersignals ändert, jedoch können diese Abstände bzw. Breiten niemals feiner bzw. kürzer als die Totzeit werden. Dies macht sich statistisch insbesondere bei sehr hohen (positiven oder negativen) Werten des abzutastenden Eingangssignals bemerkbar, also insbesondere bei den Pegelspitzen eines Audiosignals in Vollaussteuerung, welche sich jeweils in sehr kurzen zeitlichen Abständen mit den Pegelspitzen der Dreiecksspannung schneiden. Sobald ein Schnittpunkt in die Deadtime fällt, erfolgt die Schaltflanke erst nach Ende der Deadtime, womit der entsprechende Dynamikwert nicht dargestellt werden kann. Da die Schaltflanke im ungünstigsten Fall um die gesamte Deadtime hinausgezögert wird und zu diesem Zeitpunkt bereits ein ganz anderer Amplitudenwert am Eingang anliegen kann, kann die Auflösung im ungünstigsten Fall generell durch die Totzeit begrenzt sein.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Class-D-Verstärker-ICs"><span id="Class-D-Verst.C3.A4rker-ICs"></span>Class-D-Verstärker-ICs</h3></div>
<p>Neben dem diskreten Schaltungsaufbau mit MOSFETs gibt es auch <a href="Integrierter_Schaltkreis" title="Integrierter Schaltkreis">integrierte</a> Class-D-Verstärker. Sie optimieren ihre Totzeit oft dynamisch und haben mit analogen Verstärkern vergleichbare Klirrfaktoren, <a href="Betriebsspannungsunterdr%C3%BCckung" title="Betriebsspannungsunterdrückung">Betriebsspannungsunterdrückungs</a>-Verhältnisse (PSRR) und Störabstände.
</p><p>Viele dieser Verstärker kleiner Leistung kommen ganz ohne Kühlkörper aus und können dennoch beispielsweise in einem <a href="SO-Bauform" title="SO-Bauform">SO-8-Gehäuse</a> Leistungen oberhalb 10 Watt erzeugen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Digitale_Class-D-Verstärker"><span id="Digitale_Class-D-Verst.C3.A4rker"></span>Digitale Class-D-Verstärker</h3></div>
<p>Bei schaltenden Verstärkern ist es möglich, die meisten Funktionen digital auszuführen. Das Eingangssignal ist dann meist ein <a href="Puls-Code-Modulation" title="Puls-Code-Modulation">pulscodemoduliertes</a> Signal, das von einem <a href="Digitaler_Signalprozessor" title="Digitaler Signalprozessor">Signalprozessor</a> oder einer spezialisierten digitalen Modulatorschaltung in ein Ansteuersignal für die Endstufe umgewandelt wird. Neben der schon beschriebenen Pulsdauermodulation wird hier die <a href="Delta-Sigma-Modulation" title="Delta-Sigma-Modulation">Delta-Sigma-Modulation</a> benutzt. Wegen der durch die digitale Verarbeitung bedingten <a href="Quantisierung_(Signalverarbeitung)" title="Quantisierung (Signalverarbeitung)">Quantisierungsfehler</a> im Endstufensignal kommen Verfahren zur <a href="Rauschformung" title="Rauschformung">Rauschformung</a> zum Einsatz. Erst bei der Ansteuerung der Endstufe wird die digitale Domäne verlassen – daher stellt ein digitaler Verstärker im Prinzip einen „<a href="Leistungselektronik" title="Leistungselektronik">Leistungs</a>-<a href="Digital-Analog-Umsetzer" title="Digital-Analog-Umsetzer">Digital-Analog-Umsetzer</a>“ dar.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vorteile">Vorteile</h2></div>
<p>Class-D-Verstärker zeichnen sich sowohl bei Netz- als auch bei Batteriebetrieb durch sparsameren Verbrauch und geringere Abwärme aus. Es ergibt sich ein kompakterer Aufbau, da kleinere oder sogar gar keine Kühlkörper vorgesehen werden können. Der theoretisch ideale Class-D-Verstärker hat einen leistungsunabhängigen Wirkungsgrad von 100 %. Der Wirkungsgrad idealer (Gegentakt-)Analogverstärker hingegen liegt bei Vollaussteuerung zwischen 78,5 % (Class-B) und 50 % (Class-A), der aber im Teillastbereich (bei Class-B linear mit der Ausgangsspannung, bei Class-A quadratisch mit der Ausgangsspannung) weiter abfällt und entsprechend ein Vielfaches der Ausgangsleistung an Abwärme erzeugt. Reale Class-D-Verstärker weisen bei Vollaussteuerung Wirkungsgrade von 85 bis 94 % auf, wobei selbst im Niederlastbereich bei 1 % der maximalen Ausgangsleistung noch Wirkungsgrade von über 60 % möglich sind.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nachteile">Nachteile</h2></div>
<p>Bei nicht gegengekoppelten Class-D-Verstärkern der Anfangszeit kam es bei nicht vollständig geglätteter Versorgungsspannung mitunter zu einem Brummen. Auch Frequenzgrenze, Störabstand und Klirrfaktor waren bei frühen Modellen unbefriedigend. Im Vergleich zu anderen Verstärkertypen wiesen Class-D-Verstärker ein erhöhtes Phasenrauschen bzw. einen eingeschränkten Rauschspannungsabstand sowie bei hohen Pegeln erhöhte <a href="Total_Harmonic_Distortion" title="Total Harmonic Distortion">nichtlineare Verzerrungen</a> auf. Diese Einschränkungen sind indessen weitgehend überwunden.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die leistungsseitig generierte Rechteckspannung im Megahertzbereich innerhalb des Verstärkers kann trotz Tiefpassfilterung unter Umständen über die Lautsprecherleitungen abgegeben werden und zu Störungen von anderen Geräten führen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anwendungsbereich">Anwendungsbereich</h2></div>
<p>Class-D-Verstärker finden Anwendung als Audioverstärker, hauptsächlich im Bereich von <a href="Beschallungsanlage" title="Beschallungsanlage">Beschallungsanlagen</a> mit hoher Leistung bei hoher Energieeffizienz, als Modulationsverstärker bei <a href="Amplitudenmodulation" title="Amplitudenmodulation">amplitudenmodulierten</a> <a href="Rundfunksender" title="Rundfunksender">Rundfunksendern</a> sowie zur drahtlosen Energieversorgung medizinischer <a href="Implantat" title="Implantat">Implantate</a>.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein weites Anwendungsfeld findet sich darüber hinaus als HiFi-Verstärker und in Aktivboxen im Consumer- und Homerecording-Bereich, sowie überall dort, wo bei kleiner Leistung ein hoher <a href="Wirkungsgrad" title="Wirkungsgrad">Wirkungsgrad</a> wichtig ist, z. B. in Endstufen für <a href="Kopfh%C3%B6rer" title="Kopfhörer">Kopfhörer</a> in akkubetriebenen Geräten, <a href="Mobiltelefon" title="Mobiltelefon">Mobiltelefonen</a> und <a href="MP3-Spieler" class="mw-redirect" title="MP3-Spieler">MP3-Spielern</a>. Aufgrund der Kombination von geringer Anforderung an die <a href="Bandbreite" title="Bandbreite">Bandbreite</a> und des im Vergleich zu höheren Frequenzen erhöhten Leistungsbedarfs finden sie auch Anwendung in Verstärkern für <a href="Subwoofer" title="Subwoofer">Subwoofer</a>. In Vollbrückenschaltung finden sich Class-D-Verstärker auch in der reinen Leistungselektronik in Schaltnetzteilen, Wechselrichtern und Frequenzumrichtern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Class-D-Hybrid-Verstärker"><span id="Class-D-Hybrid-Verst.C3.A4rker"></span>Class-D-Hybrid-Verstärker</h2></div>
<p>Eine Kombination der Energieeffizienz der Class-D-Verstärker mit der Linearität der Class-AB-Verstärker lässt sich durch eine Verbindung beider Systeme erreichen. Ein mögliches <a href="Schaltungsdesign" class="mw-redirect" title="Schaltungsdesign">Schaltungsdesign</a> sieht z. B. vor, dass der Laststromkreis des Class-AB-Verstärkers von dem gefilterten Ausgangssignal des Class-D-Verstärkers versorgt wird, wobei beide Verstärker vom Eingangssignal angesteuert werden. Dabei regelt der Class-AB-Verstärker wie gewöhnlich linear, produziert aber weniger Verlustleistung, weil ihm nicht mehr Spannung zugeführt wird, als er jeweils gerade benötigt. Während so quasi sämtliche Nachteile des Class-D-Verstärkers vom Lautsprecher bzw. der Last entkoppelt werden, trägt der Class-AB-Verstärker selber nur noch mit einem relativ kleinen Anteil zur Verlustleistung des Hybridverstärkers bei. Der Class-D-Verstärker alleine hätte beispielsweise (mit einem <a href="Wirkungsgrad" title="Wirkungsgrad">Wirkungsgrad</a> von 90 %) bei 100 <a href="Watt_(Einheit)" title="Watt (Einheit)">W</a> Ausgangsleistung eine Verlustleistung von 11 Watt, ein Class-AB-Verstärker alleine (mit einem ungünstigen Wirkungsgrad von 50 %) hingegen 100 W Verlustleistung. Der hier beschriebene Hybridverstärker kommt mit rund 80 % Wirkungsgrad auf eine Verlustleistung von rund 25 W.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Class_D_amplifiers?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Klasse-D-Verstärker</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><span class="cite">Jun Honda: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.elektroniknet.de/design-elektronik/halbleiter/audiodesign-ohne-kopfzerbrechen-92158.html"><i>Class-D-Verstärkermodule, Audiodesign ohne Kopfzerbrechen.</i></a> Weka Fachmedien GmbH, 18. Oktober 2012,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 2. Januar 2017</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AClass-D-Verst%C3%A4rker&rft.title=Class-D-Verst%C3%A4rkermodule%2C+Audiodesign+ohne+Kopfzerbrechen&rft.description=Class-D-Verst%C3%A4rkermodule%2C+Audiodesign+ohne+Kopfzerbrechen&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.elektroniknet.de%2Fdesign-elektronik%2Fhalbleiter%2Faudiodesign-ohne-kopfzerbrechen-92158.html&rft.creator=Jun+Honda&rft.publisher=Weka+Fachmedien+GmbH&rft.date=2012-10-18"> </span></li>
<li><span class="cite">Gerd Kucera: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.elektronikpraxis.vogel.de/leistungselektronik/articles/106697/"><i>Chipsatz für die Entwicklung von Audio-Class-D-Verstärkern.</i></a> Vogel Business Media GmbH & Co.KG, 24. Januar 2008,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 2. Januar 2017</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AClass-D-Verst%C3%A4rker&rft.title=Chipsatz+f%C3%BCr+die+Entwicklung+von+Audio-Class-D-Verst%C3%A4rkern&rft.description=Chipsatz+f%C3%BCr+die+Entwicklung+von+Audio-Class-D-Verst%C3%A4rkern&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.elektronikpraxis.vogel.de%2Fleistungselektronik%2Farticles%2F106697%2F&rft.creator=Gerd+Kucera&rft.publisher=Vogel+Business+Media+GmbH+%26+Co.KG&rft.date=2008-01-24"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Eric Gaalaas: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.analog.com/en/analog-dialogue/articles/class-d-audio-amplifiers.html"><i>Class D Audio Amplifiers: What, Why, and How.</i></a> Analog Devices, Inc., Juni 2006,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 2. Januar 2017</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AClass-D-Verst%C3%A4rker&rft.title=Class+D+Audio+Amplifiers%3A+What%2C+Why%2C+and+How&rft.description=Class+D+Audio+Amplifiers%3A+What%2C+Why%2C+and+How&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.analog.com%2Fen%2Fanalog-dialogue%2Farticles%2Fclass-d-audio-amplifiers.html&rft.creator=Eric+Gaalaas&rft.publisher=Analog+Devices%2C+Inc.&rft.date=2006-06&rft.language=en"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Hubert Reith: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://hifiakademie.de/?id=12.1.8.7.90"><i>Netzteile für class d.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 2. Januar 2017</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AClass-D-Verst%C3%A4rker&rft.title=Netzteile+f%C3%BCr+class+d&rft.description=Netzteile+f%C3%BCr+class+d&rft.identifier=http%3A%2F%2Fhifiakademie.de%2F%3Fid%3D12.1.8.7.90&rft.creator=Hubert+Reith&rft.date="> </span></span>
</li>
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